KFWDAktuelles„Ich würde es jedem empfehlen“
27.06.2016 shopjektiv Aktuelles

„Ich würde es jedem empfehlen“Caritas und BDKJ laden zum Bundesfreiwilligendienst ein

Oldenburg. Junge Menschen zur Teilnahme am neuen Bundesfreiwilligendienst ermutigt haben Verantwortliche der katholischen Landesverbände Bund Deutscher Katholischer Jugend sowie der oldenburgischen Caritas am Dienstag, 1. März, in Oldenburg.

Entgegen einer neoliberalistischen Tendenz, möglichst früh ausschließlich auf Einkommen und Karriere zu schielen, könne es das Leben positiv prägen, einige Monate lang Erfahrungen in sozialer Arbeit zu machen, sagten BDKJ-Geschäftsführer Stefan Hölters und Caritasdirektor Dr. Gerhard Tepe vor der Presse.

Als „großen Gewinn für das eigene Leben“ wertete die derzeit im Kinderhaus St. Anna in Dinklage im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) tätige 19-jährige Friederike Kühling aus Visbek (Landkreis Vechta) ihren Einsatz. „Ich würde es jedem empfehlen“, rät sie Gleichaltrigen. Ihr Berufsziel „Sozialer Bereich“ werde durch die einjährige Phase bestätigt.

Auch den heute 24-jährigen Jan Klawon aus Barßel-Elisabethfehn (Landkreis Cloppenburg) hat sein freiwilliger Einsatz in der Jugendbildungsstätte „Haus Don Bosco“ in Calhorn auf seinen weiteren beruflichen Weg geführt: Klawon studiert heute Theologie und Soziale Arbeit im bayerischen Benediktbeuern. „Ein Freiwilligendienst bietet die große Möglichkeit, sich selbst besser kennen zu lernen“, blickt Klawon zurück. „Wo sonst bekommt man Rückmeldungen zu persönlichen Stärken und Schwächen“, ist der ehemalige FSJ-ler dankbar.

Aus Sicht eines Spitzenverbandes wertet Tepe die neue Form des Freiwilligendienstes auch als positiven Ansatz gegen den drohenden Fachkräftemangel etwa in der Alten- oder Krankenpflege.

BDKJ und Landes-Caritasverband bieten ab dem ersten August insgesamt 150 Plätze in Altenheimen, Behindertenwerkstätten, Kindertagesstätten oder auch in Pfarrgemeinden an, berichteten die Projektverantwortlichen Sonja Wasmer und Ludger Niehaus.

Eine Teilnahme sei ab dem 16. Lebensjahr möglich. Nach oben hin gebe es keine Altersbeschränkung. Die Beschäftigungsdauer reiche von sechs Monaten als Minimum bis zu maximal einem Jahr. Pro Woche können von 20 Stunden als Untergrenze bis hin zu 39 Stunden in Form einer Vollzeitbeschäftigung geleistet werden. Der Verdienst beträgt 375 Euro.

Weiterhin unverändert bestehen bleibt das Angebot zum Freiwilligen Sozialen Jahr. Wesentlicher Unterschied zum kommenden Bundesfreiwilligendienst ist die FSJ-Altersobergrenze von 27 Jahren.

Weitere Infos unter Tel. 04441/872-470 oder unter www.ich-bin-sozial.de.

Text und Foto: Dietmar Kattinger, 02.03.2011